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    Beziehungstypen

    Kategorie: Persönlichkeit |

    Gibt es so etwas, wie Beziehungstypen?

    Wenn ja, welche sind das und wie würden diese in einer Partnerschaft agieren?

     

    Menschen besitzen eine unverwechselbare Individualität und die Fähigkeit zur Veränderung und Weiterentwicklung. Eine Typisierung ist daher immer eine Vereinfachung und  bestenfalls eine momentane Annäherung an die Wirklichkeit.

    Dazu kommt noch, dass unser Verhalten auch von den Umständen beeinflusst wird und gerade in Beziehungen entwickeln wir neben der eigentlichen Persönlichkeit auch eine sogenannte Interpendenz-Persönlichkeit. Diese ist eine Mischung aus dem eigenen Selbst und dem, wie wir auf Grund der oft eingefahrenen Beziehungsmuster handeln.

    Wenn wir im Auge behalten, dass eine Typisierung einen guten Ausgangspunkt bilden kann, sich selbst und das Gegenüber besser zu verstehen, dann kann sich die Auseinandersetzung lohnen. Es wäre aber fatal zu glauben, dass wir dann über den anderen Bescheid wissen und glauben seine Fehler “reparieren” zu können.

    Die für mich zentrale Frage ist: WAS mache ich mit der Kenntnis über den “Typ” eines Menschen?

    Im Optimalfall dient sie dazu, gezielter nachfragen zu können und für sich selbst einen Ausgangspunkt zu finden, um sich in die Wirklichkeit des Anderen (oder in eigene unbekannte/ unterbewusste Persönlichkeitsmerkmale) hinein zu fühlen.

    Es gibt viele etablierte Persönlichkeitstests und jeder wird zu einem etwas anderem Ergebnis kommen.
    Das hier im Folgenden beschriebene System basiert auf einem Standardwerk der Tiefenpsychologie.

    Fritz Riemann: Grundformen der Angst

     

    Hier werden vier Grundtypen differenziert.

    Die 4 Beziehungstypen:

    Typ 1: Der Einzelgänger

    Typ 2: Der Warmherzige

    Typ 3: Der Verlässliche

    Typ 4: Der Charismatische

     

    Typ 1 und Typ 2 bilden Gegenpole auf der inneren Ebene der Persönlichkeit.

    Typ 3 und Typ 4 bilden Gegenpole auf der äußeren Ebene der Lebensgestaltung.

     

    Was Sie noch wissen sollten, bevor Sie den Test machen:

    Es gibt weder gute noch schlechte Beziehungstypen.

    Jeder Typ hat sowohl Stärken, als auch Schwächen.

    In jeder gesunden Persönlichkeit sind Anteile aus jedem Typ vorhanden.

    So sind wir immer eine Mischung aus allen 4 Typen, allerdings wirken sich diese Anteile mehr, oder weniger dominant aus.

    Je weiter die Punktezahl innerhalb einer Ebene (1+2, 3+4) differiert, desto dominanter wirkt sich der jeweilige Typ aus.

    Besonders, wenn wir in eine Belastungssituation kommen, reagieren wir verstärkt nach  dominanten Mustern.

    Hier geht es zum Test

     

     

    Weiterführende Informationen zu: Grundformen der Angst

     

    Ängste exisitieren weitgehend unabhängig von Kultur oder Zeitalter. Sie sind ein grundlegender Bestandteil menschlichen Lebens.

    Angst ist nicht nur negativ, sondern liefert auch deutliche Hinweise auf das ungenutzte Potential, das in jedem schlummert.

    Dort wo Angst spürbar wird, liegt in deren Überwindung die Chance auf Weiterentwicklung und Selbstentfaltung.

    Fritz Riemann geht in seinem Werk davon aus, dass es vier Grundängste gibt, die den 4 kosmischen Impulsen der Erde entsprechen.

     

    • Die Drehung der Erde um die eigene Achse.
    • Das Kreisen der Erde um die Sonne.
    • Die Schwerkraft, oder Zentripetalkraft die in die Mitte strebt.
    • Die Fliehkraft, oder Zentrifugalkraft die nach außen strebt.

     

    Äquivalent dazu gibt es vier Grundängste. Alle Ängste die wir empfinden können, lassen sich auf eine Mischung aus diesen vier Grundängsten zurückführen.

    • Angst vor Selbsthingabe und Nähe, die als Bedrohung der Individualität erlebt wird.
    • Angst vor Selbstwerdung, die als Isolation empfunden wird.
    • Angst vor Veränderung, die als Vergänglichkeit und Unsicherheit empfunden wird.
    • Angst vor Notwendigkeit, die als Endgültigkeit und Unfreiheit erlebt wird.

     

    Damit verbunden sind die 4 Grundaufgaben im Leben:

    • Die Selbstwerdung zu einer eigenständigen und selbstbestimmeten Persönlichkeit.
    • Die Selbsthingabe, die uns Teil eines größeren Ganzen werden lässt.
    • Die Beständigkeit und Dauer, die Sicherheit und Orientierung ermöglicht.
    • Die Veränderung und Wandlung, die eine evolutionäre Anpassung und Weiterentwicklung ermöglicht.

     

    Jeder Mensch trägt diese Aufgaben/ kosmischen Triebkräfte in sich.

    Je nach individueller Prägung und momentanen Lebensumständen verteilen sich diese 4 Grundaufgaben unterschiedlich auf die jeweiligen Lebensabschnitte.

    So werden wir nicht für immer geprägt, sondern tragen das Potential in uns, bewusst zu entscheiden, welcher Lebensaufgabe wir uns mometan verstärkt widmen wollen.

     

    Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 22. August 2007 um 15:21 veröffentlicht. Kategorie: Persönlichkeit. Abonniere RSS 2.0 feed. Du kannst einen Kommentar abgeben , oder einen backlink von deiner Seite setzen.

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