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  • Typ 1: Der Einzelgänger

     

    Grundlegendes Muster:

    Dieser Typ entspricht der Eigendrehung der Erde um die eigene Achse.

    Da Leben dreht sich um das, was man selbst will.

    Primäres Ziel im Leben ist es, ein unverwechselbares Individuum zu werden. Es ist wichtig, etwas eigenes aufzubauen.

    Der Einzelgänger will unterscheidbar und einzigartig sein. Auf Individualität wird großen Wert gelegt.

    Das Zentrum des Lebens stehen eigene Ideen und Projekte. Es geht darum eigenständig und unabhängig zu sein und etwas einzigartiges zu leisten.

    Angst dahinter: Angst vor der Selbsthingabe.

    Nähe und Hingabe wird als Verlust der Unabhängigkeit und Individualität empfunden.

     

    Positive Seiten:

    Meistens verfügen Menschen dieses Typs über außerordentliche intellektuelle Fähigkeiten und eine scharfe Beobachtungsgabe.

    Sie können gut zwischen relevant und irrelevant unterscheiden und erkennen fast instinktiv, wo der springende Punkt einer Sache ist.

    Ihr Humor ist subtil und sehr treffend, kann allerdings auch zynisch bis sarkastisch werden.

    Sie wissen, was Sie können und leisten und verfügen über einen ausgeprägten Selbstwert.

    Sie sind unabhängig und brauchen niemand, um ihr Leben zu meistern.

     

    Negative Seiten:

    Der Wunsch nach Individualität ist oftmals mit einem Bedürfnis nach Distanz zu anderen Menschen geprägt, was zu einer Kontaktarmut oder Kontakthemmung führen kann.

    Zwischenmenschliche Bedürfnisse werden wenig wahrgenommen, oder auf eine sachliche Ebene reduziert.

    Da Zugehörigkeit nicht so wichtig ist, ist das Einfühlungsvermögen wenig ausgeprägt.

    Im Umgang mit anderen herrscht oft Unsicherheit und die Gefühle anderer können nur schwer abgeschätzt werden.

     

    Typische Beziehungsmuster:

    Dieser Typ achtet auch in einer Beziehung darauf, genügend Freiraum für eigene Ideen und Vorhaben zu haben.

    Man sehnt sich nach Nähe, hält diese aber dann schlecht aus.

    Romantik und Gefühlsbekundungen werden als Bedrohung empfunden und oftmals mit zynischem Humor abgestellt.

    Es scheint, als wäre dieser Typ an einer Beziehung wenig interessiert und kaum zu tiefen Gefühlen fähig.

    Dabei wird oft übersehen, dass die Gefühle sehr tief sind, aber nur wenig oder schwer ausgedrückt werden können

    Sexualität wird oft von Gefühlen getrennt und orientiert sich vorwiegend an der körperlichen Lust.

    Die Körperwahrnehmung ist wenig reichhaltig und braucht starke Stimulans, was zu einer Vorliebe für SM Praktiken, oder sexuellen Machtspielen führen kann.

    Verbindlichkeit wird als Zwang oder Einschränkung empfunden.

     

    Beziehungsbiografie:

    Bei Männern findet man oft eine Vorliebe für mütterliche Frauen, die den Mann versorgen und hinter ihm stehen.

    Beziehungen sind eher lose. Verbindlichkeit, oder Heirat ist nicht eingeplant.

    Hobby oder Beruf werden über die Beziehung, oder Familie gestellt.

    Oftmals fühlt sich dieser Typ zu seinem Gegenpol: Typ 2 - Der Warmherzige hingezogen.

    Er ahnt intuitiv die große Gefühlswelt, die ihm selbst verschlossen bleibt. So kann er seine Persönlichkeit erweitern und Erfahrungen machen, die ihm sonst nur schwer zugänglich sind.

    Er ist der Fels, der Orientierung und Stärke ausstrahlt und dem Warmherzigen Sicherheit verleiht.

    Die Opferbereitschaft und die Neigung zur Unterordnung des Typ 2 geben ihm die Möglichkeit seine Ziele ungestört zu verfolgen.

     

    Chancen und Potential dieser Verbindung:

    Die eigene Welt wird um den Gegenpol erweitert und somit reichhaltiger.

    Neue Erfahrungen werden gemacht und das Manko an zwischenmenschlichen Kompetenzen wird durch den Partner erfüllt.

    Beiden fehlt ein Teil, zusammen ist man ganz.

    Man fühlt sich fast magisch angezogen und diese Anziehung ist oftmals umso größer, je dominanter beide in ihrem Muster leben.

    Wenn es gelingt sich von dem Partner in die so fremde Welt führen zu lassen und nicht kompensiert, sondern angleicht, so führt diese Verbindung zu einer enormen Erweiterung des eigenen Lebens.

     

    Herausforderungen in dieser Verbindung:

    So wie der Einzelgänger die Distanz braucht, sehnt sich der Warmherzige nach Nähe.

    Die Herausforderung besteht darin, Hingabe und Vertrauen zu lernen.

    Erst wenn Nähe nicht mehr als Bedrohung der Individualität und Unabhängigkeit empfunden wird, kann sie zugelassen werden.

    Der Einzelgänger braucht vor allem Zeit, sich wirklich zu binden.

     

     

     

    ♥ Impulse zum Nachlesen und Weiterdenken:

     

    Die Herausforderung  für Menschen dieses Typs besteht oftmals darin mehr eigene Gefühle zuzulassen und anderen vertrauen zu können.

    Wie Sie die eigene Gefühlswelt bereichern und wie Sie Vertrauen fassen können finden Sie in diesem Artikel:

     

     

    Dieser Beitrag wurde am Montag, 20. August 2007 um 17:59 veröffentlicht. Kategorie: Beziehungsmuster verändern. Abonniere RSS 2.0 feed. Du kannst einen Kommentar abgeben , oder einen backlink von deiner Seite setzen.

    Es ist zur Zeit ein Kommentar für “Typ 1: Der Einzelgänger” vorhanden

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    1. 1 Am 12. Oktober 2007 hat Nobody geschrieben:

      Hallo
      Ich bin Selbst wohl ein einzelgänger. Aber ich bin mir der Situation vollkommen bewusst und empfinde mich selbst minderwärtig. Bis zur 5.-6. Klasse hatte ich sogar einen relativ guten und intakten Freundeskreis. Aber im Laufe der Zeit wurde ich immer mehr zum Aussenseiter abgestempelt und im warsten sinne des Wortes ausgeschlossen. Hinzu kam auch das ich keine familie mehr habe, ausser meiner mutter, welche ms- krank ist und meinem vater, welcher alkoholabhängig ist. Seitdem leide ich bis heute an depressionen welche mir mehr und mehr den lebensgeist nehmen. Anfangs war es ziemlich hart für mich aber ich habe mich daran gewöhnt und gedacht: “…wenn ich das Abi habe, komm ich hier weg und kann ein vollkommen neues Leben beginnen.”
      Aber dann kam ich in eine Situation, wo ich mir nicht weiterhelfen konnte. Ich verliebte mich in ein mädchen aus meiner klasse (sie ist in diesem schuljahr zu uns gekommen).
      Ich bin mir eigentlich 100% sicher das sie mich liebt, aber ich habe angst ihr zu sagen was für ein scheißleben ich habe. sie könnte sich von mir angewiedert fühlen und mich nur noch als abstoßend empfinden. andererseits wenn ich es ihr nicht sage fühle ich mich nur noch beklemmt und hoffe, dass jeder tag der letzte für mich ist und mein geist endlich ruhe findet. kann man mich aufgrund dieser ereignisse als einzelgänger bezeichnen? ich meine ich habe ein sehr starkes bedürfnis nach freundschaft habe aber angst aufgrund meiner umstände abgewiesen zu werden.

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