Destruktive Beziehungen

Wenn es nicht mit einander und nicht ohne einander geht.

Der Ausweg aus destruktiven Beziehungsmustern und emotionaler Verstrickung, ermöglicht eine Beziehungsqualität die Verbundenheit nicht mehr braucht, sondern sich frei dafür entscheidet.

 

Destruktive_Beziehung_Therapie1In jeder Beziehung kann es zu Phasen kommen, wo die anstehenden Probleme, die Lösungskompetenzen der Einzelnen bis zum Äußersten fordern. In vielen Beziehung gibt es auch Zeiten, wo die gesamte Partnerschaft als belastend, schlecht, oder sehr unbefriedigend erlebt wird.

In destruktive Beziehungen kommt es neben der Destabilisierung der Beziehung auch zu einer erheblichen persönlichen Destabilisierung eines, oder beider Partner.  Manipulation, Machtkämpfe, Schuldzuweisungen und emotionale Gewalt bestimmen die Beziehung mehr und mehr. Der Leidensdruck ist oft auf beiden Seiten enorm.  Wenn die persönliche Befindlichkeit stark angegriffen ist schließt sich der Kreis, denn die Beziehung, die diese Destabilisierung ausgelöst hat ist gleichzeitig auch der Ort, wo Rückhalt und Sicherheit gesucht wird. Und so beginnt oft eine Negativ-Spirale, aus dem man nur schwer zurück zu konstruktiven Lösungen findet.

Destruktive Beziehungsmuster wirken nicht nur destabilisierend für die Beziehung, sie greifen auch das persönliche Gleichgewicht, den Selbstwert und die Autonomie des Einzelnen an. Sie sind zumeist von einer enormen Spannung zwischen bleiben wollen und gehen müssen – oder genau umgekehrt – bleiben müssen und gehen wollen gekennzeichnet. Destruktive Beziehungsmuster weisen zumeist auf ein enormes Spannungspotential hin, für das es keine Lösung zu geben scheint und das die Partner zermürbt und an die Grenzen der Belastbarkeit bringen kann.

Woran können Sie erkennen, dass sie in einer Beziehung sind, die einem destruktivem Muster folgt?

  • Sie können nicht mit einander und auch nicht ohne einander.
  • Es herrscht ein generelles Klima von Konkurrenz und Wettkampf, statt Kooperation und mit einander.
  • Einer oder beide fühlen sich permanent ausgenutzt, manipuliert oder unterdrückt.
  • Es kommt zu verbaler, emotionaler, sexueller oder körperlicher Gewalt.
  • Die Partner negieren, oder verachten sich in ihren Bedürfnissen und Gefühlen.
  • Sie haben den Eindruck, dass sie sich in einem dauernden Machtkampf befinden.
  • Sie befinden sich in einem Wettstreit darüber, wer mehr leidet, oder zurück stecken muss.
  • Einer oder beide Partner leiden unter psychosomatischen, psychischen Beschwerden
  • Einer oder beide Partner sind zusehends in der generellen Lebensbewältigung beeinträchtigt.

Je mehr Punkte auf Ihre Beziehung zutreffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer destruktiven Beziehungsdynamik.

Was können Sie tun, wenn sie die Vermutung haben, in eine destruktiven Beziehungsdynamik geraten zu sein?

  • Suchen Sie sich professionelle Hilfe (Therapie/ Mediation/ Beratung)
  • Unterlassen sie weitere gegenseitige Anschuldigungen und Vorwürfe
  • Stärken sie ihre eigenen Ressourcen.
  • Vermeiden Sie vorerst Gespräche, die regelmäßig zu dem gleichen, unbefriedigendem Ende führen
  • Schaffen Sie Rückzugszeiten, wo Sie Kraft tanken können.

Destruktive Beziehungen haben meist Verlierer auf beiden Seiten. Ob es auch bei  Vorliegen einer destruktiven Dynamik die Möglichkeit gibt, die Beziehung zu erhalten und eine für beide befriedigende Lösung zu finden hängt für den Beginn einer Beratung von zwei relevanten Punkten ab:

  • Haben BEIDE Partner ein ernsthaftes Interesse und Bedürfnis, die Beziehung weiter zu führen?
  • Gibt es zumindest eine vage Einsicht, dass beiden Seiten an der unbefriedigenden Situation einen Anteil haben?

Die Probleme, die einer destruktiven Beziehungsdynamik zu Grunde liegen, sind oft in Selbstzweifeln, Selbstunsicherheit, Ängsten und Selbsthass einer, oder beider Partner gegründet, die auf den anderen projiziert werden, um dort bekämpft werden zu können.

Der Weg hin zu einer Beziehung, die von Liebe, Mitgefühl, Gleichwertigkeit und Stabilität gekennzeichnet ist, liegt bei destruktiven Beziehungen darin, die Projektion Schritt für Schritt auf zu lösen und zu lernen, wieder die Verantwortung für seine Gefühle und das Verhalten zu übernehmen. Vor allem geht es aber um eine behutsame Konfrontation mit den eigenen Gefühlen und dem Entwickeln eines positiven Selbstgefühls. Weg von der Abhängigkeit und Verstrickung hin zu Selbstliebe und Autonomie, die Verbundenheit nicht mehr braucht, sondern sich frei dafür entscheidet.

Mitunter sind dafür auch zusätzliche Maßnahmen, wie Psychotherapie (getrennt von einander), oder eine medikamentöse Unterstützung in akuten Krisensituationen angezeigt. Beziehungs-weise bietet hier ein kleines Netzwerk von Spezialisten, rund um die Problematiken, die destruktive Beziehungen nach sich ziehen können.

Mehr über die Muster in destruktive Beziehungen finden Sie in dem Artikel: Destruktive Beziehungen lösen.

 


 

Beziehungs-Weise: Paarberatung – Hilfe bei der Bewältigung von destruktiven Beziehungen und Beziehungskrisen. Wien – Niederösterreich/ Mödling – St. Pölten Land (Altlengbach, Neulengbach, Eichgraben)

 


 

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